Therapiebegleithunde als Hilfe bei psychosozialen Problemen
- 12. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Mai
Therapiebegleithunde sind mehr als nur Haustiere, sie sind treue Begleiter, die in schwierigen Zeiten Trost und Unterstützung bieten. In der heutigen schnelllebigen Welt, in der psychische Gesundheit zunehmend in den Fokus rückt, gewinnen diese Hunde an Bedeutung. Sie helfen Menschen, die mit verschiedenen psychosozialen Herausforderungen konfrontiert sind, und bieten eine Form der Unterstützung, die oft über das hinausgeht, was Menschen allein leisten können. In diesem Artikel werden wir die Vorteile und Einsatzgebiete von Therapiebegleithunden herausstellen.

Was sind Therapiebegleithund?
Therapiebegleithunde sind speziell ausgebildete Hunde, die in verschiedenen Umgebungen eingesetzt werden, um Menschen emotionalen und psychologischen Beistand zu leisten. Sie sind nicht mit Assistenzhunden zu verwechseln, die speziell für Menschen mit körperlicher, emotionaler oder mentaler Einschränkung ausgebildet sind. Therapiebegleithunde arbeiten oft in Schulen, Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen Einrichtungen, um Menschen zu helfen, die mit Stress, Angst, Depressionen oder anderen psychischen Problemen zu kämpfen haben.
Was ist die Rolle eines Therapiebegleithundes?
Die Rolle dieser Hunde ist vielfältig. Sie bieten:
Emotionale Unterstützung: Hunde können Trost spenden und helfen, Stress abzubauen.
Soziale Interaktion: Der Kontakt zu einem Hund kann die soziale Interaktion fördern und Isolation verringern.
Physische Aktivität: Die Pflege eines Hundes erfordert Bewegung, was sich positiv auf die körperliche Gesundheit auswirkt.
Routine und Struktur: Die Verantwortung für einen Hund kann helfen, eine tägliche Routine zu schaffen.
Einige Vorteile von Therapiebegleithunden
Die Vorteile von Therapiehunden sind zahlreich und gut dokumentiert. Studien zeigen, dass die Interaktion mit Hunden:
Reduzierung von Stress: Das Streicheln eines Hundes kann den Cortisolspiegel senken und das Wohlbefinden steigern.
Lindert Angst: Hunde können helfen, Angstzustände zu reduzieren, indem sie eine beruhigende Präsenz bieten.
Unterstützung bei Depressionen: Die Verantwortung für einen Hund kann Menschen helfen, sich weniger isoliert zu fühlen und ihre Stimmung zu heben.
Kognitive Funktionen verbessert: Die Interaktion mit Hunden kann die kognitive Funktion bei älteren Menschen fördern.
Was ist wichtig bei der Ausbildung?
Die Ausbildung eines Therapiebegleithundes ist entscheidend für seinen Erfolg. Die Hunde müssen grundlegende Gehorsamskommandos beherrschen und in der Lage sein, in verschiedenen Umgebungen ruhig zu bleiben. Die Ausbildung umfasst:
Sozialisierung: Hunde müssen an verschiedene Menschen, Geräusche und Umgebungen gewöhnt werden.
Gehorsam: Grundlegende Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Komm“ sind unerlässlich.
Verhaltenstraining: Hunde müssen lernen, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben und auf ihren Menschen zu vertrauen.
Wo werden die Hunde eingesetzt?
Therapiebegleithunde können in einer Vielzahl von Umgebungen eingesetzt werden. Hier sind einige Beispiele:
Schulen
In Schulen können die Hunde helfen, das emotionale Wohlbefinden von Schülern zu fördern. Sie können in Stresssituationen, wie Prüfungen oder bei sozialen Ängsten, Unterstützung bieten. Außerdem können sie für eine insgesamt angenehmere Lernatmosphäre im Klassenimmer sorgen.
Kindertagesstätten
Hier können die Hunde helfen den Kindern schon in jungen Jahren den richtigen Umgang mit Hunden, und Tieren allgmein, beizubringen. Die Kinder können Berührungsängste abbauen und gleichzeitig positve Erfahrungen sammeln.
Krankenhäuser
In Krankenhäusern können sie den Patienten Trost spenden und helfen, den Heilungsprozess zu unterstützen. Der Kontakt zu einem Hund kann den Stress und die Angst vor medizinischen Behandlungen verringern. und so zur schnelleren Genesung beitragen. Zu beachten ist hier immer ein mit der Einrichtung gut ausgearbeitetes Hygienekonzept!
Pflegeheime
Die Interaktion mit Hunden kann das emotionale Wohlbefinden der älteren Menschen erheblich verbessern und so Einsamkeit verringern. Oft helfen Hunde auch beim kognitiven Training der älteren Menschen, wenn z.B. die Interaktion mit den Hunden hilft das Gedächtnis zu aktivieren.
Psychiatrische Einrichtungen
In psychiatrischen Einrichtungen können Therapiebegleithunde eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Patienten mit psychischen Erkrankungen spielen. Sie bieten eine beruhigende Präsenz und helfen Ängste abzubauen. Gleichzeitig können sie in schwierigen emotional Situationen Trost und Stabilität bieten.
Kinder- u. Jugendhilfeeinrichtungen
Traumatisierte und bindungsgestörte Kinder haben oft das Vertrauen in den Menschen verloren. Es fällt ihnen schwer neues Vertrauen und Beziehung wieder aufzubauen. Hier können die Hunde mit ihrer Unvoreingenommenheit und natürlichen Akzeptanz helfen diese Hürden zu überwinden.
Was nicht vergessen werden darf!
Therapiebegleithunde sind, wie der Name sagt, "therapiebegleitend". Es ist wichtig zu verstehen das der Hund nie für sich alleine steht, sondern das der Einsatz immer in Kombination mit einem Hundeführer stattfindet. Dieser muss seinen Hund genau kennen, muss wissen was er mit ihm machen kann und was nicht und er ist für das körperliche und mentale Wohl des Tieres verantwortlich. Die Arbeit für den Menschen darf das Tier nicht krank machen!

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